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Ursprung der Runen. Ebenso ist es uns ein Anliegen aufzuzeigen, dass die Rune als germanisches Schriftzeichen bereits lange vor Entstehen des Missbrauchs durch den Nationalsozialismus bestanden hat. Die Rune in ihrer ursprünglichen Form hat mit ideologischen und politischen Zielen oder Zwecken in keiner Form zu tun. |
Runen Die wohl ältesten Schriftzeichen der Germanen stellen Runen dar. Inschriften auf Steinen und Gegenständen zeugen von ihrer Verwendung. Geschichtlich belegt ist hier die Zeit zwischen dem 2. und 12. Jahrhundert. Rune leitet sich von gotisch: runa (Geheimnis) ab. Die Wörter "raunen" und "Geraune" sind als verwandt zu betrachten. Von den Buchen-Stäben, auf die die Runen geritzt wurden, leitet sich das Wort Buchstabe ab. Die älteste bekannte überlieferte Runenreihe wird als "futhark" bezeichnet. Sie besteht aus 24 Runen, die in drei Abschnitte (altnordisch: aettir) unterteilt sind. Der Begriff "futhark" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der ersten sechs Runen zusammen (f=fehu, u=ur, th=thurisaz, a=ansuz, r=raidho, k=kenaz). Nicht unerwähnt soll die Vereinnahmung der Runen (ebenso der nordischen Mythologie) und der damit verbundene Missbrauch für ideologische und politische Ziele und Zwecke im Zeitalter des Nationalgedankens bleiben. In der Zeit des Nationalsozialismus galten Runen wegen ihrer germanischen Herkunft als arische Schriftzeichen. Alte germanische Schriftzeichen, deren Ursprung mit dem Gedankengut des Dritten Reiches nicht in Verbindung stand, wurden als Symbole für dessen Politik und Ideologie vereinnahmt. Noch heute haftet der Makel dieses schweren Missbrauchs an den Runen und ebenso an der nordischen Mythologie. © Susanne und Ferdinand Heindl, 2005 |